Geschmacksverstärker
Geschmacksverstärker sind Lebensmittelzusatzstoffe, die die Wahrnehmung des Geschmacks oder Geruchs eines Lebensmittels verstärken. Zu den bekanntesten Geschmacksverstärkern gehört Glutamat, das Natriumsalz der Glutaminsäure. Einiige Nahrungsmittel wie Pilze, reife Tomaten oder Käse enthalten natürlicherweise diesen Stoff. Glutaminsäure ist eine Aminosäure und spielt im zentralen Nervensystem als wichtiger Neurotransmitter eine Rolle. In der Lebensmittelindustrie wird Glutaminsäure aus stärkehaltigen Produkten wie Melasse, Getreide und Kartofffeln gewonnen. Geschmacksverstärker stehen im Verdacht bei regelmäßigem Verzehr zu einer Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens beizutragen. Darüberhinaus erhöhen sie möglicherweise die Kalorienaufnahme und führen so zu Übergewicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht derzeit keine Gefährdung bei einer normalen Durchschnittskost, bei der etwa acht bis zwölf Gramm Glutaminsäure aus Nahrungsmitteln zugeführt werden. Lediglich Patienten mit einer Glutamatunverträglichkeit sollten auf eine Einschränkung ihres Verzehrs achten.
Übrigens - auch Zutaten wie Hefeextrakt oder Würze, die häufig in Bioprodukten zu finden sind, enthalten Glutaminsäure. Ebenso ist Sojaeiweißhydrolysat glutaminsäurehaltig.
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