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Landfrauen engagieren sich für Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2025

Landfrauen engagieren sich für Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2025

  • 13.02.2012
  • Manuela Marin
  • Berlin

Wertschätzung für Lebensmittel muss steigen

Experten diskutieren über Reduktion der Lebensmittelabfälle - Bildquelle dlv
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Experten diskutieren über Reduktion der Lebensmittelabfälle - Bildquelle dlv

Beim BäuerinnenForum am 21.01.2012 anlässlich der Internationalen Grünen Woche verfolgten ca. 300 Teilnehmerinnen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Lebensmittelverschwendung: Was können wir tun?“ Brigitte Scherb, Präsidentin der Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) sagte:„Wir schließen uns dem Ziel der FAO an, bis zum Jahr 2025 Lebensmittelabfälle um die Hälfte zu reduzieren. Die Aufgabe der LandFrauen sehen wir vor allem in der Verbraucheraufklärung.“ Die Ursachen der Lebensmittelverschwendung, die etwa die Hälfte der Lebensmittelproduktion in den Industriestaaten ausmacht, sieht Scherb vor allem in der gesunkenen Wertschätzung von Lebensmitteln.

Dr. Gerd Müller, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernärhung Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellte die Informationskampagne seines Hauses zum Mindesthaltbarkeitsdatum vor, die dem Verbraucher deutlich machen soll, dass Lebensmittel jenseits des Mindesthaltbarkeitsdatums durchaus noch schmackhaft sein können und keineswegs der Gesundheit schaden. Wichtig ist, dass der Konsument das jeweilige Nahrungsmittel auf seine sensorischen Qualitäten wie vor allem Aussehen, Geruch prüft.

Regisseur Valentin Thurn verdeutlichte mit Kurzbeiträgen aus seinem Dokumentarfilm „Taste the waste – die globale Lebensmittelverschwendung“ die Ursachen des Abfallproblems: Aus seiner Sicht tragen vor allem die Supermärkte mit der Entsorgung von Lebensmitteln vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ebenso dazu bei wie bestimmte Vermarktungs- und Handelsnormen von Landwirten, die zum Verwerfen nicht normgerechter Erntemengen führen. Widerspruch an diesen Thesen äußerten Hans-Jürgen Matern von der Metro AG und Petra Nüssle vom Deutschen Bauernverband. Dr. Evelyn Schmidtke vom Verbraucherzentrale Bundesverband und Gerd Häuser vom Bundesverband Deutscher Tafel plädierten für ein gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten vom Verbraucher über Erzeuger und Handel bis zur Politik.

Die LandFrauen setzen sich laut ihrer Präsidentin Scherb für verbessertes Verbraucherwissen ein. Verhaltensänderungen sind durch langjährige Bildungsprojekte wie Kochen mit Kindern und richtiger Umgang mit Nahrungsmitteln bereits zu verzeichnen. Weitere Verbesserungen sehen die LandFrauen vor allem in der von ihnen geforderten Einführung von Verbraucherbildung als Schulfach.

 

Tipp

Sie wollen auch etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun? Dann kaufen Sie gezielt ein und denken Sie an eine gute und leckere Resteverwertung – dazu eignet sich vor allem Pizza: Gemüsestücke, Schinkenwürfel, geriebene Käseecken können zur Ihrer neusten Pizzakreation werden.

 

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